Samstag, 8. Juni 2019

Die Herrenausstatterin, Mariana Leky


Von Mariana Leky haben sicher schon viele gehört. Ihr Roman „Was man von hier aus sehen kann“ (vgl. meine Rezension) ist seit Langem auf der Bestsellerliste und hat mir großartig gefallen. Also will ich unbedingt auch ihre anderen Bücher lesen. „Die Herrenausstatterin“ kann mit dem erstgenannten Buch nicht ganz mithalten – was bei dem großen Wurf aber auch nicht verwundert -, ist aber trotzdem ein sehr gutes, lesenswertes Buch.

Der Schreibstil ist unverkennbar Leky. Die Abwegigkeiten, die das Leben eben ausmachen, spricht sie mit großer Direktheit und Selbstverständlichkeit an, und das in sehr kreativer und lustiger Sprache. So gelingt es ihr, ein Buch über Trauer, Abschied und das Überleben danach zu schreiben, das anrührend und unterhaltsam zugleich ist.

Die Erzählerin Katja (Mitte 30) liebt Jakob, doch Jakob liebt eine andere. Und dann stirbt er auch noch. Katja schwindet der Boden unter den Füssen, sie weiß nicht mehr weiter. Es geht ihr so schlecht, dass ihre Freundin Evelyn sie ermahnen muss, „Nicht hinterhersterben.“ (S. 41). Aber wie soll sie das machen? Es ist so still – nur nicht in ihrem Kopf. Katja versucht sich abzulenken, aber manchmal gelingt es ihr kaum vom Fußboden aufzustehen.

„Als es eines Nachts an der Tür klingelte, hatte es, glaube ich, schon sehr lange nicht mehr geklingelt. Seit Jakobs Tod verging die Zeit nicht mehr so, wie man das von ihr gewohnt war, auch Ablaufdaten war nicht zu trauen. Die Zeit hatte jetzt starke Rhythmusstörungen, sie ruckte nach vorne, tippelte auf der Stelle, mal blieb sie stehen, mal raste sie, und nicht selten tat sie alles zugleich. (…) Jakobs vollkommene Abwesenheit, die am Anfang etwas Spitzes, Schneidendes, Ohrenbetäubendes gewesen war, war jetzt großflächig geworden, sie umgab mich wie eine Landschaft, in die ich versetzt worden war, in die ich meinen Hauptwohnsitz hatte verlegen müssen, in der ich mich insbesondere nachts verlief.“ (S. 61)

Plötzlich sitzt ein Mann auf dem Wannenrand, ein alter Mann, der sich als Dr. Blank vorstellt. Er sei Altphilologe. Und weil er merkt, dass es Katja gar nicht gut geht, bleibt er eine Weile. Dabei hat er seine eigenen Probleme, z.B. seine Frau, die bei einem Herrenausstatter arbeitet – und ihn mit dem selbigen betrügt. Und dann ist da noch Armin, der behauptet Feuerwehrmann zu sein. Dabei sieht seine Uniform eher aus wie vom Kostümverleih. Und er taucht auf, obwohl es gar nicht brennt. Auch er schleicht sich in Katjas Leben ein ohne zu fragen. Manchmal passieren eben nicht die naheliegenden, sondern die abwegigen Dinge im Leben.

In diesem kurzweiligen Roman erfahren wir, wie dieses seltsame Dreiergespann mit dem eigenen Päckchen umgeht, das jeder von ihnen zu tragen hat. Vor allem mit Katjas Trauer konnte ich mich sehr identifizieren, ihre Gefühle sehr nachvollziehen. Man schließt die Figuren der Geschichte gleich ins Herz. Manchmal muss man über Katjas Humor lachen und doch gleichzeitig weinen, weil die Situation wirklich so traurig ist.

Ein fabelhafter Roman über die Trauer, die jeden von uns jederzeit treffen kann. Im Ernstfall kann man nur hoffen mit ebenso viel Humor gesegnet zu sein.

Die Herrenausstatterin, Mariana Leky, DuMont Buchverlag, Köln 2010, 208 Seiten, 11,00 EUR

(Die Verwendung des Coverbildes erfolgt mit freundlicher Erlaubnis des Verlags.)

Freitag, 7. Juni 2019

Geschichte der deutschen Literatur, Manfred Mai


Manfred Mai zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht einfach Sachbücher über Geschichte schreibt. Nein, er erzählt Geschichte. So kommt es, dass man seine „Geschichte der deutschen Literatur“ recht schnell von vorn bis hinten durch lesen kann. Es ist eben kein Nachschlagewerk, das Daten aneinander reiht, sondern eine Erzählung, die einen leichtfüßig mitnimmt durch die Jahre und Jahrhunderte, wie auch seine „Deutsche Geschichte“, die ich hier schon vorgestellt habe (vgl. meine Rezension).

Der Titel ist insofern etwas unscharf, als es sich nicht nur um deutsche Literatur, also deutsche Autoren handelt, sondern das Werk deutschsprachige Literatur insgesamt umfasst, also insbesondere österreichische und schweizer Autoren.

Die Anfänge der deutschen Literatur sieht Mai im 8. Jahrhundert nach Christus, da erst zu dieser Zeit eine ausreichende Schriftkultur (die über Runen und Zeichen hinausgeht) bestand, die uns überliefert ist. Erstaunlicherweise sind die ersten überlieferten Texte zwei Zaubersprüche! Wer hätte das gedacht! Mir war bewusst, dass es zu diesem Zeitpunkt kein einheitliches deutsches Reich gab und auch unser heutiges Hochdeutsch noch nicht existierte. Mir war allerdings nicht klar, dass die damaligen Dialekte, die die Menschen auf dem heutigen deutschen Territorium gesprochen haben, so weit von der heutigen deutschen Sprache entfernt waren. Die Zaubersprüche etwa soll ein Mönch in Fulda aufgeschrieben haben. Diese wären mir ohne die Übersetzung ins Hochdeutsche überhaupt nicht verständlich gewesen.

Der Autor bildet in den Kapiteln des Buches Epochen und stellt eine kleine Auswahl typischer Vertreter vor. Behandelt werden alle Gattungen, also neben Prosa auch Lyrik und Drama. Es tut dem Buch ausgesprochen gut, dass nicht zu viele Autoren behandelt werden. Wichtiger ist die Einordnung in den historischen Kontext, in dem die Literatur entstanden ist. Am allerbesten gefällt mir aber, dass Literatur nicht nur beschrieben wird, sondern dass man sie mitten im Text gleich selbst lesen kann. Der beschreibende Text ist in schwarzer Schrift gedruckt. Dazwischen finden sich in roter Schrift in jedem Kapitel lange Zitate aus wichtigen Werken (also nicht nur wenige Sätze, sondern aussagekräftige Passagen). So bekommt man gleich ein Gefühl für den jeweiligen Autor, ohne zuerst eine Bibliothek aufsuchen zu müssen.

„Zeigen“ wollte der junge Brecht mit seinen Stücken, nicht unterhalten. Dafür schien ihm das klassische „Illusionstheater“ ungeeignet. Deshalb suchte er Mittel und Wege, die Zuschauer aus ihrer Konsumhaltung zu reißen. Schon bei der Aufführung seiner ersten Stücke ließ er zum Beispiel Transparente aufhängen: „Glotzt nicht so romantisch!“ Die Schauspieler traten aus ihrer Rolle, wandten sich direkt an das Publikum und forderten es zum Mit- und Nachdenken auf; (…). (S. 147)

Schade ist, dass die als aus 2018 stammend gekennzeichnete Ausgabe keine Aktualisierung des Textes enthält, sondern weiterhin auf dem Stand von 2006 bleibt. Die Jahre bis heute fehlen in der Abhandlung also. Während ich mit der Auswahl der Autoren als typisch für bestimmte Zeitabschnitte überwiegend sehr einverstanden bin, verblüfft mich die Auswahl für die Zeit ab Mitte der 1990er Jahre bis 2006 doch sehr. Ich hatte keinen der Namen zuvor gehört und hätte mir andere vorstellen können. Aber das ist natürlich Geschmackssache, wie auch der Autor in seinem Vorwort gern zugibt.

Die Abhandlung ist eigentlich für Jugendliche als Einführung in die Literatur gedacht und soll Lust zum Lesen wecken. Als Einstieg ist sie aber auch für Erwachsene auf jeden Fall empfehlenswert. Wie auch im Werk „Deutsche Geschichte“ ermöglicht Manfred Mai in diesem Buch einen Überblick über die großen Strömungen und Entwicklungen über Jahrhunderte, ohne sich in zu vielen Details zu verstricken. Er beschreibt sehr nachvollziehbar ohne unverständliches Fachvokabular das Besondere oder Neue eines bestimmten Stils und unterfüttert dies mit Zitaten der Autoren aus Interviews o.ä., in denen sie ihr eigenes Werk beschreiben. Aufgelockert wird das Buch durch Portrait-Zeichnungen der Autoren.

Ein sehr gelungenes Werk, das Lust zum Entdecken von Klassikern von Goethe bis Dürrenmatt, von Kästner bis Schlink macht.

Geschichte der deutschen Literatur, Manfred Mai, Gulliver in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel 2006, 240 Seiten, 8,95 EUR

Mittwoch, 5. Juni 2019

Sommerlügen, Bernhard Schlink


Bernhard Schlinks Kurzgeschichtensammlung „Liebesfluchten“ hatte mir so gefallen (vgl. meine Rezension), dass ich unbedingt noch mehr davon lesen wollte. Die vorliegende Sammlung von sieben Geschichten hat mich indes nicht so mitreißen können. Besonders die Geschichten weiter hinten im Buch sind aber nicht schlecht.

In „Nachsaison“ geht es um eine Sommerliebe. Man lernt sich in der Nachsaison kennen, als der Urlaubsort recht leer ist. Aber was wird aus so einer überwältigenden Liebe, wenn jeder in sein eigenes Leben zurückkehrt? Kann Bestand haben, was im Urlaub so mühelos war?

„Die Nacht in Baden-Baden“ wird in einer Beziehung zum Verhängnis. Ein junger Mann verbringt diese nämlich nicht mit seiner Partnerin, sondern mit einer Freundin. Ist es Betrug, wenn man das Bett mit einer anderen teilt, unabhängig davon, was im Bett passiert? Wenn man nichts darüber erzählt? Und was kann man einander noch glauben, wenn die Wahrheit schwer zu glauben ist?

„Das Haus im Wald“ kauft der liebende Ehemann für seine Frau, seine Tochter und sich. Denn das Leben in New York wird einfach zu hektisch, nachdem seine Frau als Schriftstellerin große Erfolge feiert. Dabei braucht sie doch Ruhe zum Schreiben. Und diese Ruhe scheint auch dem Familienleben gut zu tun. Aber kann diese Ruhe andauern? Ist sie nur eine schöne Abwechslung? Was genau macht das Familienleben aus?

„Der Fremde in der Nacht“ begegnet einem Mann in einem Flugzeug auf einem Interkontinentalflug. Im Dunkel und der Unwirklichkeit des Fluges spricht es sich leichter, zumal zu einem Fremden. Der Fremde erzählt eine ungeheuerliche Geschichte. Kann sie wahr sein? Und was hat der Zuhörer damit zu tun? Mehr als man zunächst ahnt.

Ein Mann weiß, es ist „Der letzte Sommer“. Denn er ist krank. Seiner Familie hat er nicht so genau erzählt, wie krank er ist. Er will es selbst auch gar nicht so genau wissen. Er will den Sommer genießen. Ist das so schwer zu verstehen? Offenbar schon. Denn seine Frau macht eine erschreckende Entdeckung und alles kommt anders als gedacht.

„Johann Sebastian Bach auf Rügen“ ist so ziemlich das Einzige, das Vater und Sohn gemeinsam haben. Beide lieben die Musik von Bach und beide lieben das Meer. Und so nimmt der Sohn den über achtzigjährigen Vater mit auf eine Reise nach Rügen zu einem Bach-Festival. Der Sohn hofft, es werde sich die Gelegenheit zum Reden ergeben, zu Nähe. Aber nicht jede Art des Gesprächs erzeugt Nähe. Will der Vater sich überhaupt öffnen? Kann die Musik dazu beitragen?

„(…) Wie hast du angefangen zu glauben?“ Das war eine noch heiklere Frage. (…)
„Ich … ich habe immer gehofft…“ Er sah ins Leere. Dann schüttelte er langsam den Kopf. „Ihr müsst es selbst erfahren. Wenn ihr es nicht selbst…“
„Rede mit mir. Mutter hat einmal erwähnt, dass du als Student eine Bekehrung erlebt hast. Das muss das wichtigste Ereignis in deinem Leben gewesen sein – wie kannst du es deinen Kindern verschweigen? Willst du nicht, dass wir dich kennen?“ (S. 231/232)

Eine ältere Dame stellt eines Tages fest, dass ihre Liebe zu Kindern und Enkeln erloschen ist. Dennoch nimmt sie eine der Enkelinnen mit auf „Die Reise nach Süden“. Gar nicht so weit südlich, nur in die Stadt, in der sie studiert hat. Und in der sie einen jungen Mann geliebt hat. Sie erzählt zögerlich der Enkelin von diesem Mann. So wie sie sich an die Geschichte erinnert. Aber ist es eigentlich wahr, wie wir uns erinnern? Und welche Bedeutung hat diese Erinnerung nach so vielen Jahren noch?

In allen Geschichten geht es um Lügen, vor allem um die Lügen, die wir uns selbst vormachen. Der Lüge, dass schon alles gut werden wird. Der Lüge, dass alles nicht so schlimm sei. Der Lüge, dass wir nicht schuld waren an etwas. Wir flüchten uns in Lügen, um die Liebe und ihre Enttäuschungen erträglicher zu machen.

Besonders anrührend fand ich die Geschichten „Der letzte Sommer“, in der es um Abschied geht, die Geschichte „Johann Sebastian Bach auf Rügen“, in dem die Figur des distanzierten Vaters besonders gelungen ist, und „Die Reise nach Süden“, in der untersucht wird, was eigentlich der Unterschied zwischen Liebe, Verantwortung und Pflicht ist, und auf welche Weise sich Erinnerungen in Lebenslügen verwandeln können. Diese drei Geschichten fand ich lebensnah, ich kann mir die Menschen vorstellen, denen sie geschehen sind. Die ersten Geschichten des Buches, insbesondere „Das Haus im Wald“ und „Der Fremde in der Nacht“ erscheinen mir etwas weit hergeholt, etwas extrem. Es ist aber Geschmackssache, wieviel Realitätsnähe einem gefällt. 

Interessante Menschen und ihre Lebenslügen, nicht nur zum Wohlfühlen geeignet, denn wer stellt sich schon gern den eigenen Lügen?

Sommerlügen, Bernhard Schlink, Diogenes Verlag, Zürich 2010, 280 Seiten, 19,90 EUR

(Die Verwendung des Coverbildes erfolgt mit freundlicher Erlaubnis des Verlags.)

Sonntag, 2. Juni 2019

Waldes Dunkel, Nicole Krauss

Zwei skurrile Geschichten zwischen New York und Tel Aviv entspinnen sich in diesem Roman, jeweils kapitelweise abwechselnd. Die Geschichte des wohlhabenden, jüdischen Rechtsanwalts Jules Epstein wird in der dritten Person erzählt. Nachdem er sein Leben mit dem Anhäufen von Vermögen verbracht hat, erscheint ihm das Gegenteil erforderlich zu sein, nachdem seine Eltern verstorben sind. Selbst bereits Ende sechzig und im Ruhestand beschließt Epstein, große Teile seines Vermögens zu verschenken. Auch seinen Eltern möchte er ein Andenken setzen. Um hierfür das Passende zu finden, etwa eine Stiftung oder ähnliches zu gründen, macht Epstein sich nach Israel auf, wo er geboren wurde. Soll er vielleicht zu Ehren seiner Eltern die Aufforstung eines Waldes stiften? Ihm begegnet ein Rabbiner, der ihn zu den Mystikern in Safet mitnimmt. Dort ergeben sich weitere schicksalhafte Begegnungen.

Parallel dazu erzählt uns die in Brooklyn lebende jüdische Schriftstellerin Nicole, die der Buchautorin ähnelt, ihre Geschichte. Sie ist innerlich fixiert auf das Hilton Hotel am Strand von Tel Aviv, das sie schon oft besucht hat, und welches auch in ihrem neuen Roman eine Rolle spielen soll. Leider hat sie noch keinen Satz von diesem Werk geschrieben. Sie lässt Ehemann und Kinder in New York und fliegt nach Tel Aviv. Ihre Schwäche für Franz Kafka zieht sich durch die ganze Erzählung. Er selbst erscheint ihr. Ferner begegnet ihr ein (angeblicher?) Literaturwissenschaftler mit Zugang zu einer abenteuerlichen Theorie über Kafkas Ableben und dessen unveröffentlichtes Werk. Es ist insbesondere das Innenleben der Autorin, das rätselhaft erscheint, obwohl auch die äußere Handlung teilweise schwer nachvollziehbar wirkt.
„Die Idee, an zwei Orten zugleich zu sein, begleitet mich schon lange. Solange ich mich erinnern kann, sollte ich sagen, denn eine meiner frühesten Erinnerungen ist die an eine Kindersendung im Fernsehen, bei der ich mich plötzlich selbst in dem kleinen Publikum im Studio entdeckte.“ (S. 58)
„Ich war ich selbst, fühlte mich völlig normal in meiner Haut, und doch hatte ich gleichzeitig das plötzliche Gefühl, nicht mehr auf meinen Körper beschränkt zu sein, (…) Nicht als Seele oder Schwingung. Sondern mit dem ganzen Körper, (…).“ (S. 60)
Das Buch enthält philosophische Lebensreflexionen der beiden Charaktere, Gedanken über das Wirkliche und das Unwirkliche, die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits, die An- oder Abwesenheit von Gott und verschiedene Formen der Realität. Es bleibt verschwommen, welche Teile der Handlung wirklich geschehen und welche vielleicht nur im Geiste erlebt werden. Die Geschichten spielen sich in der jüdischen Gesellschaft New Yorks und Israels ab, deren Eigenarten werden geschildert. Die Besonderheit Israels im jüdischen Leben wird beleuchtet.

Dieser skurrile Roman lässt mich etwas perplex zurück. Er liest sich flüssig und nicht unspannend, sofern man sich auf die mystische, spirituelle Ebene einlässt, die Teil des Alltagserlebens der Handelnden ist. Geholfen hat vielleicht, dass ich an allen Orten des Geschehens schon gewesen bin und die geheimnisvolle Atmosphäre des hoch gelegenen Safet selbst erlebt habe. Als Literaturbegeisterte kann ich nachvollziehen, wie sich die erzählende Autorin in Kafkas Werk versenkt. Dessen Begriff der Verwandlung spielt für sie eine große Rolle. Aber es bleibt eine fremdartige Welt, die ich nur von außen mit Verblüffung betrachten kann.

Kein Buch für jeden, aber auf jeden Fall mal etwas ganz anderes!

Waldes Dunkel, Nicole Krauss, aus dem Englischen von Grete Osterwald, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2018, 382 Seiten, 24,00 EUR

(Die Verwendung des Coverbildes erfolgt mit freundlicher Erlaubnis des Verlags.)

Alles überstanden?, Christian Drosten, Georg Mascolo

Die Corona-Pandemie hat uns alle geprägt, bewegt, zur Verzweiflung gebracht. Mich hat der Podcast von Christian Drosten durch die Pandemie...