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Mittwoch, 27. November 2019

Die schönsten Weihnachtsbücher für Kinder ab 8

1. Der zauberhafte Wunschbuchladen, Bd. 5: Weihnachten mit Frau Eule, Katja Frixe
 
Aus den vorangegangenen Bänden kennt ihr vielleicht schon Frau Eules zauberhaften Wunschbuchladen, in dem es den reimenden Kater Gustav und den sprechenden Spiegel Herrn König gibt. Frau Eules Laden ist festlich dekoriert. Es gibt sogar einen Adventskalender für die Kunden. Clara freut sich auf Weihnachten. Ihre beste Freundin Lene kommt zu Besuch. Das Wiedersehen gestaltet sich dann aber zu Beginn etwas holprig.

Clara ist sich nicht sicher; ist Frau Eule wirklich glücklich damit, das Weihnachtsfest in ihrem Laden nur in Gesellschaft von Gustav und Herrn König zu feiern? Clara und ihre Freunde Lene und Leo denken sich etwas aus, damit alle ein fröhliches Fest haben. Aber ob das so kurzfristig noch klappt?

Ein herrlich duftiges Weihnachtsbuch mit wunderschönen Illustrationen über gemütliches Buchschmökern, Gaustavs Reime und tolle Geschenken. Das bringt in Weihnachtsstimmung!

Der zauberhafte Wunschbuchladen, Bd. 5: Weihnachten mit Frau Eule, Katja Frixe, Illustrationen von Florentine Prechtel, Dressler Verlag, Hamburg 2018, 176 Seiten, 13,00 EUR

Zusatz-Info:
Meinen Rezensionen der früheren Bände des Zauberhaften Wunschbuchladens findet ihr hier verlinkt: Band 1, Band 2, Band 3 und Band 4.


2. Das Sams feiert Weihnachten, Paul Maar

Bestimmt habt Ihr schon vom Sams gehört („Eine Woche voller Samstage“), das mit seinen blauen Wunschpunkten im Gesicht zu seinem Papa Herrn Taschenbier gekommen ist. In diesem Band feiert das freche Sams sein erstes Weihnachtsfest. Zuerst weiß es gar nicht, was es mit diesem Fest auf sich hat. Dann fängt es an zu schneien und Herr Taschenbier muss dafür sorgen, dass das Sams wärmende Kleidung bekommt. Sein Taucheranzug ist einfach zu dünn für den Winter. Ein Besuch im Kaufhaus steht an. Und wer das Sams kennt weiß, welches Chaos es dort schon das letzte Mal angerichtet hat.

Wusstet Ihr eigentlich, dass es nicht nur ein Sams gibt, sondern viele, die in der Sams-Welt leben? Dorthin muss Herrn Taschenbiers Sams schnell zurück, denn es plant eine Weihnachtsüberraschung für seinen Papa. Dazu braucht es die Hilfe von Pauker-Sams und Mini-Sams. Ob sie wohl rüber kommen, um auch Weihnachten zu feiern? Und wie wird Frau Rotkohl das finden?

Eine aufregend-schrille Weihnachtsgeschichte voller Wünsche, Sams-Gedichte und origineller Festvorbereitungen. Macht Spaß!

Das Sams feiert Weihnachten, Paul Maar, Illustrationen von Nina Dullek, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 2017, 160 Seiten, 13,00 EUR


3. Emmi & Einschwein, Bd. 4: Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!, Anna Böhm

Einschwein ist vielleicht ein gedanklicher Bruder des Sams, denn es ist auch nicht von dieser Welt. Mit seinem goldenen Horn vollbringt das freche, lustige Schwein kulinarische Magie. Na ja, manchmal geht sie ein bisschen schief, dann kommen Puddingschuhe dabei heraus. In dieser Geschichte ist das aber nicht immer von Nachteil.

Emmi und Einschwein kommen dahinter, dass es dieses Jahr ein kleines Problem bei den Weihnachtswichteln gibt. Ein Wichtel verschickt seltsame Briefe als Antwort auf die Wunschlisten der Kinder. Dabei ist es doch Einschweins erstes Weihnachten, das wunnerwonnig-schön werden soll! Emmi, Einschwein und der Rest der Familie samt Fabelwesen machen sich also auf, die Sache zu klären. Aber als dann auch noch die Wunschzettel geklaut werden, wird es ganz schön brenzlig!

Weihnachten ohne Einschwein wäre nur halb so schön! Freut Euch supidoll aufs Fest und lasst Euch von Wichteln, Fluxen und frierenden Drachen verzaubern.

Emmi & Einschwein, Bd. 4: Kein Weihnachten ohne Puddingschuhe!, Anna Böhm, Illustrationen von Susanne Göhlich, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 2019, 240 Seiten, 13,00 EUR

Zusatz-Info:
Meine Rezension zu Band 1 der Reihe Emmi & Einschwein findet Ihr hier.

Samstag, 6. April 2019

Wohin mit alten Büchern? Die 7 besten Tipps

Jeder Vielleser kennt es: Das Bücherregal ist übervoll, Bücher liegen in Stapeln auf dem Nachttisch, auf dem Boden oder blockieren die Fenster, die sich längst nicht mehr öffnen lassen. ;-) Da hilft nur ein Frühjahrsputz unter den geliebten Wälzern. Aber wohin mit den Büchern? Wir Booklover haben schließlich Respekt vor Gedrucktem, so dass die Papiertonne keine Alternative ist. Hier die 7 besten Tipps, von denen ich schon Gebrauch gemacht habe.

1. Bücher verkaufen (enthält unbezahlte Werbung)

Es gibt einen großen Markt für gebrauchte Bücher, sofern sie in gutem Zustand sind und nicht zu alt (je nach Händler sind 10-20 Jahre die Schmerzgrenze). Echte Antiquitäten und rare Erstausgaben sind hier natürlich nicht gemeint. Diese haben aber auch die wenigsten von uns abzugeben. Nachlässe mit Nachkriegstaschenbüchern eignen sich gewöhnlich leider nicht zum Verkauf. Derartige Buchnachlässe in antiquarische Buchhandlungen zu schleppen, kann man sich in der Regel sparen.

a. Verkauf in Mengen

Sehr komfortabel ist der Verkauf größerer Mengen von Büchern über die Website oder (noch einfacher) die App der Firma Momox (www.momox.de). Online kann man die ISBN-Nummer oder den Titel eingeben, über die App sogar einfach den Strichcode des Buches scannen und bekommt sogleich den Ankaufspreis genannt. Außer bei sehr neuen und gefragten Büchern ist der Preis meist nicht sehr hoch (ab 0,15 EUR). Manchmal ist der Preis aber auch überraschend hoch. Das entscheidet offenbar ein Algorithmus, dessen System sich mir nicht erschließt. Hat man einen Ankaufspreis von mindestens 10,00 EUR zusammen, zahlt Momox das Porto für die Einsendung der Bücherkiste (Retourenaufkleber). Der Ankaufspreis wird auf das eigene Konto überwiesen. Manchmal hilft es, CDs oder DVDs mit zu verkaufen, um die 10 EUR voll zu kriegen.

Ähnlich läuft der Verkauf über die Firma rebuy (www.rebuy.de). Es gibt weitere gewerbliche Ankäufer, die ich allerdings selbst noch nicht ausprobiert habe. Einfach mal „gebrauchte Bücher verkaufen“ googeln. Einen Test der verschiedenen Ankäufer hat die Zeitschrift Stern kürzlich veröffentlicht, nachzulesen unter https://www.stern.de/vergleich/buecher-verkaufen/. Auch der Vergleich bei https://www.lesen.net/buecher-verkaufen/ ist sehr hilfreich und gibt Verkaufstipps.

b. Einzelverkauf

Mehr Mühe macht der Verkauf einzelner Bücher an verschiedene Käufer, kann aber auch mehr Geld bringen. Hier ist Amazon Marketplace (www.Amazon.de) ein großer Markt. Allerdings werden häufige Bücher hier von Dutzenden von Verkäufern zu Niedrigstpreisen (0,01 EUR zzgl. 3 EUR Versand) verschleudert, so dass der Verkauf frustrierend sein kann. Weitere Onlinemöglichkeiten sind www.booklooker.de oder ebay (www.ebay.de oder www.ebay-kleinanzeigen.de).

Den guten alten Flohmarktstand gibt es natürlich auch noch, was aber recht zeitintensiv und mit Einsatz (Standmiete) verbunden ist. Meiner Erfahrung nach gehen auf dem Flohmarkt vor allem aktuelle Kinderbücher und bekannte aktuelle (Bestseller-)Romane, alles andere muss man oft wieder mit nach Hause nehmen.

2. Bücher verschenken

Wenn Ihr ein Buch gelesen habt, wisst Ihr auch, ob es gut ist und wem es noch gefallen könnte. Wenn Geburtstage oder Weihnachten bevorstehen, könnt Ihr Geschenke im eigenen Bücherregal suchen. Ich finde nichts dabei Bücher zu verschenken, die ich bereits gelesen habe. Dies setzt allerdings voraus, dass man das Buch pfleglich behandelt hat und es noch einigermaßen gut aussieht. In meiner Familie haben wir die Absprache getroffen, dass wir alle das Verschenken gebrauchter Bücher ok finden, auch wenn sie z.B. gebraucht über eine der o.g. Internetplattformen bestellt wurden. Denn das bedeutet in der Regel: Der Beschenkte bekommt fürs gleiche Geld mehr Bücher.

3. Bücher frei lassen

Aber was ist, wenn ich ein gelesenes Buch eben nicht gut finde oder eins geschenkt bekommen habe, mit dem ich absolut nichts anfangen kann? Das mag ich dann nicht guten Gewissens der Freundin schenken. Das heißt aber noch nicht, dass das Buch niemanden interessieren könnte. Diese Bücher kann man an verschiedenen Orten „frei lassen“, an denen viele andere Leute vorbeikommen und sie mitnehmen können. Dazu kann man einen gefüllten Bücherkarton mit der Aufschrift „zu verschenken“ vor die Haustür stellen, im Büro in die Teeküche oder an einen belebten Durchgang, Kinderspielplatz o.ä. (Nett wäre es allerdings, wenn man die Reste ggf. gelegentlich entsorgt und die Kiste nicht draußen im Regen stehen lässt.)

Einzelne Bücher kann man auf der Parkbank, in der U-Bahn oder an der Bushaltestelle liegen lassen. (Machen viele auch mit Zeitungen.) Der Nächste freut sich vielleicht. In Hamburg gab es im Sommer 2018 ein Literaturfestival in Planten un Blomen (einem Park), bei dem ausdrücklich zum Bücherfreilassen aufgefordert wurde, so dass Menschen gezielt im Park nach solchen Büchern geschaut haben.

4. Bücher tauschen

Wenn man den Büchergeschmack seiner Bekannten nicht genug einschätzen kann, um ihnen Bücher direkt zu schenken, kann man diese zu einem Büchertausch-Abend einladen. Jeder bringt seine ausgelesenen oder ungeliebten Bücher mit und jeder darf sich von den anderen aussuchen, was er mag. Dazu kann man Freunde, Kolleginnen oder Nachbarn einladen. Vielleicht ergeben sich dabei ein paar schöne Gespräche über Bücher?

Unkomplizierte Büchertauschbörsen unterhalten oft Nachbarschaftstreffs, Kirchengemeinden und gemeinnützige Organisationen. Diese Organisationen stellen einen wettergeschützten Ort zur Verfügung (mal drin, mal draußen), an dem Bücher von jedermann abgelegt oder kostenlos mitgenommen werden dürfen. Das Goldbekhaus in Hamburg-Winterhude hat beispielsweise einen Schrank im Hof stehen, dessen Schiebetüren unverschlossen sind und der eine solche Tauschbörse beinhaltet. (Gleich daneben ist übrigens ein Schrank, in dem man auf die gleiche Weise nicht benötigte Lebensmittel teilen kann, tolle Sache.)

5. Bücher spenden (enthält unbezahlte Werbung)

Das Spenden von Büchern wird immer schwieriger, weil viele Organisationen wie öffentliche Bibliotheken, Seniorenheime oder Krankenhäuser die Massen von Büchern als lästig empfinden, insbesondere wenn diese älter sind (aus Nachlässen o.ä.). Eine Nachfrage lohnt sich meiner Erfahrung nach aber z.B. in Kirchengemeinden, wo es teilweise Bücherflohmärkte gibt, bei denen die Bücher zu kleinen Preisen zu Gunsten der Gemeindearbeit verkauft werden. Insbesondere wenn man nicht gleich den ganzen Nachlass mitbringt, sondern nur ein bis zwei Kartons voll, ist das erfolgversprechend. (Im Zweifel große Mengen auf mehrere Stellen verteilen.)

Über Bücherspenden freuen sich oft Sozialkaufhäuser. Diese werden in Hamburg z.B. von der Stadtreinigung betrieben oder von gemeinnützigen Organisationen, z.B. die Kleiderkammer der Elisabeth Kirche in Hamburg-Eidelstedt, die neben Kleidung auch Bücher und Haushaltsgegenstände einmal wöchentlich annimmt, siehe https://www.kirche-hamburg.de/gemeinden/ev-luth-kirchengemeinde-eidelstedt/hilfen-zum-leben/kleiderkammer-und-buecherstube.html.

Die Aktion Buch e.V. unterhält viele Annahmestellen / Sammelboxen für gebrauchte Bücher an gut erreichbaren Orten (z.B. Sparkassenfilialen). Angenommen werden Bücher, die nach 1998 gedruckt wurden. Sie werden von Menschen mit Behinderungen sortiert und an gemeinnützige Organisationen weitergeleitet oder für wohltätige Zwecke verkauft. Annahmestellen findet Ihr unter http://www.aktion-buch.de/buecher-spenden/.

Ein heißer Tipp für fremdsprachige Bücher, insb. in Sprachen wir Türkisch, Russisch, Polnisch oder Arabisch ist die Spende an die örtliche Gefängnisbibliothek. Inhaftierte dürfen keine Bücher von daheim mit in die Zelle nehmen. Deutschsprachige Bücher sind in der Gefängnisbibliothek meist genügend vorhanden, bei Fremdsprachen sieht es aber oft sehr mager aus. Einfach mal fragen.

6. Mit Büchern basteln

Wenn ein Buch absolut nicht mehr zum Lesen taugt, kann man immer noch viel damit machen, z.B. Dekoartikel für das eigene Regal oder als Geschenk basteln.

Man kann Objekte wie Kerzenständer aus Büchern falten, Ostereier aus Buchseiten ausschneiden oder Collagen kleben. Es gibt jede Menge Anleitungsbücher zu kaufen und tolle Anleitungsvideos auf YouTube.

7. Alle Bücher behalten

Und wenn das alles nichts ist, man sich einfach nicht von seinen Schmökern trennen kann, dann muss man sie einfach behalten! Es gibt viele Buchliebhaber, die sich schon über die Überschrift dieses Artikels empören werden und rufen: „Bücher weggeben? Niemals!“ oder „Es gibt nicht zu viele Bücher, nur zu wenig Regale!“

Dann könnt Ihr Euch (je nach Geldbeutel) behelfen, indem Ihr Platz in der Wohnung für mehr Regale schafft, indem Ihr anderen Kram und Möbel aussortiert (was braucht man schon groß außer Büchern?!), eine Zweitwohnung zur Einrichtung einer Bibliothek anmietet (dann endlich mit Leitern und eigenem Katalog) oder einen Lagerraum mietet, wo allerdings die Benutzbarkeit der Bücher etwas eingeschränkt ist. Es soll auch Leute geben, die Bücher als Möbel benutzen, die Esstischplatte auf vier Bücherpfosten legen oder Bücher zu Nachttischen oder Hockern aufstapeln. Die Benutzbarkeit leidet aber auch dabei.


Vergesst dabei aber bitte nicht:
Bücher wollen gelesen, angekuckt und benutzt werden! Sie verkümmern und verschimmeln, wenn sie achtlos und ungeordnet in Kartons im Keller gelagert werden. Jedes Buch, das ich gelesen habe, ist in meinem Herzen und hat eine kleine Veränderung in mir bewirkt, die bei mir bleibt, auch wenn ich das körperliche Buch nicht mehr besitze.


(Buch-Lady.de steht in keiner geschäftlichen oder sonstigen Beziehung zu den genannten Firmen oder Linkinhabern und übernimmt keine Haftung für den Inhalt der Links. Buch-Lady.de erhält keine Gegenleistung für diesen Artikel.)

Donnerstag, 4. April 2019

Die 3 besten Ostergeschichten von Astrid Lindgren


Ostern steht vor der Tür, und am 2. April war Internationaler Kinderbuchtag. Da bietet es sich an, Ostergeschichten meiner absoluten Lieblingsautorin Astrid Lindgren hervor zu suchen. Damit jeder vor dem Eiersuchen noch genug Zeit findet, die Buchhandlung seines Vertrauens aufzusuchen, poste ich diese Liste schon jetzt. Vielleicht eignet sich so ein Buch als Ostergeschenk? Ich kann die Geschichten mit Freude immer wieder lesen, sie sind nicht nur für Kinder ein Genuss.

Nummer 1: Natürlich ist Lotta ein fröhliches Kind

Diese zauberhafte Geschichte von den Kindern aus der Krachmacherstraße gehört zu meinen absoluten Lieblingsgeschichten. Das Bilderbuch ist wunderbar, auch die Verfilmung ist sehr empfehlenswert.

Es beginnt damit, dass Lotta böse ist auf ihre großen Geschwister. Sie muss so lange auf sie warten, dabei wollen sie sich doch als Osterhexen verkleiden und von Tür zu Tür gehen, um Süßigkeiten einzusammeln. Lotta macht eine kleine Runde durchs Dorf, weil sie sich langweilt. Und da sieht sie etwas Schreckliches: Der Süßigkeitenladen ist absolut leer! Ihr Freund Vasilis, der Inhaber, sitzt traurig im leeren Verkaufsraum. Da wird Lotta auch ganz traurig. Aber zum Glück erinnert Vasilis Lotta, dass sie doch sonst immer ein fröhliches Kind war. Und dann zeigt er Lotta etwas, das sie sofort aufheitert und mit dem Lotta es schafft, eine kleine Katastrophe an Ostern abzuwenden. Es wird ein schönes – wenn auch etwas ungewöhnliches – Fest. Köstlich!


Natürlich ist Lotta ein fröhliches Kind, Bilderbuch von Astrid Lindgren, Bilder von Ilon Wikland, Deutsch von Anna-Liese Kornitzky, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 1991, 32 Seiten, 15,00 EUR


Nummer 2: Ostern in Bullerbü

In Bullerbü gibt es zu Ostern viele nette Bräuche, mit denen die Kinder sich amüsieren. Am Mittwoch vor Ostern basteln sie Anhefter, das sind Zettel mit lustigen Sprüchen darauf, die man den anderen unbemerkt auf den Rücken zu heften versucht. Am Abend des Gründonnerstags verkleiden sich alle als Osterhexen und genießen den Frühlingsduft, der draußen herrscht. Eier gegessen und Eier gesucht werden natürlich auch. Der blinde Großvater erzählt Geschichten von früher, während die Kinder ein besonders Getränk zubereiten. Das sind sehr fröhliche Ostertage, und kein bisschen besinnlich.


Ostern in Bullerbü, aus Mehr von uns Kindern aus Bullerbü (S. 47-53), Astrid Lindgren, Bilder von Katrin Engelking, Deutsch von Karl Kurt Peters, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 2015, 112 Seiten, 14,00 EUR


Nummer 3: Ein småländischer Stierkämpfer

Diese eher unbekannte Geschichte, zu der auch die Umschlagabbildung des Erzählungsbands gehört, ereignet sich am Ostermorgen.

„Die Sonne schien, der Himmel war blau, die Birken hatten ihre ersten gekräuselten kleinen Blätter bekommen – alles war so lieblich, wie es nur sein kann an einem Ostertag in Småland. Aber Adam Engelbrecht war wütend.“ (S. 71)

Wer ist nun dieser wütende Kerl? Adam Engelbrecht ist ein Stier, genauer gesagt ein „Mordskerl von Stier“ (S. 68), der für gewöhnlich freundlich und bescheiden war. Aber nun ist er so wütend, dass er eher einem wilden Löwen gleicht. Der Bauer und seine Familie müssen das Osterfrühstück stehen lassen, alle Mägde, Knechte und Arbeiter kommen gelaufen, denn so etwas Wildes haben sie noch nie gesehen. Da ist guter Rat teuer. Wie soll man den Stier beruhigen? Man versucht dieses und jenes. Aber zum Glück gibt es einen kleinen Rotzbengel namens Kalle, der hat eine tolle Idee. Eine Erzählung vom Landleben, die an die Geschichten von Michel aus Lönneberga erinnert, in der Respekt vor Kindern und Tieren eine große Rolle spielt.

 
Ein småländischer Stierkämpfer, aus Erzählungen (S. 68-73), Astrid Lindgren, Bilder von Ilon Wikland, Deutsch von Karl Kurt Peters, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg 1990, 208 Seiten, 17,00 EUR

Alles überstanden?, Christian Drosten, Georg Mascolo

Die Corona-Pandemie hat uns alle geprägt, bewegt, zur Verzweiflung gebracht. Mich hat der Podcast von Christian Drosten durch die Pandemie...