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Mittwoch, 6. November 2019

Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main

Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse hatte ich die Gelegenheit, im Oktober 2019 an einer Führung durch die Deutsche Nationalbibliothek teilzunehmen. Das Frankfurter Haus ist die westdeutsche Dependance der Bibliothek. Die Deutsche Nationalbibliothek Leipzig hatte ich bereits in einem eigenen Beitrag vorgestellt. Da beide Bibliothekszweige einen einheitlichen Sammelauftrag haben, verweise ich insoweit auf meinen früheren Artikel und berichte an dieser Stelle nur über die Besonderheiten in Frankfurt.

Das Gebäude
Als erstes fällt auf, dass das Frankfurter Gebäude sehr viel jünger ist als der schöne Altbau in Leipzig. Während die Leipziger Bibliothek bereits 1913 mit dem Sammeln begann, wurde das Frankfurter Haus erst als Folge des 2. Weltkriegs (Leipzig lag in der sowjetischen Besatzungszone) im Jahr 1946 gegründet und sammelt Werke ab 1945. Das jetzige Gebäude in der Adickesallee 1 wurde 1997 eröffnet. Zuvor war die Nationalbibliothek ein Teil der Frankfurter Universitätsbibliothek.

Beim Betreten der Bibliothek fällt zuerst die Eingangshalle mit Glaskuppel auf. Der starke Hall im Foyer war architektonisch nicht geplant und entstand erst durch die nachträglich geplante Abflachung der Glaskuppel. In der Mitte des Raumes, direkt unter der Kuppel, steht eine Skulptur von Georg Baselitz mit dem Namen „AMARLAMOR“. Geschaffen wurde sie mit Axt und Säge, sodann wurde sie mit Stoff bezogen. Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben anderer Bildhauer zusammen. (Aus Gründen des Urheberrechts kann ich die Skulptur hier leider nicht zeigen.)

Auf den neun Etagen des Gebäudes, sechs oberirdischen und drei unterirdischen, arbeiten ca. 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine ähnlich große Zahl arbeitet am Leipziger Standort. Neben dem Lesesaal, den Büros der MitarbeiterInnen und den (unterirdischen) Archiven befinden sich im Gebäude noch das Deutsche Exilarchiv 1933 - 1945, ein Veranstaltungssaal, ein Konferenzraum sowie ein Café. Zum Schutz vor Wassereinbruch ist das ganze Gebäude in ein Wannensystem mit Abflusskanälen eingebettet. Eine Schicht Eisenerz unter der Bodenplatte dient als zusätzlicher Schutz.

Die Sammlung
Lesesaal
Die beiden Bibliotheksstandorte leisten keine Doppelarbeit. Medienwerke aus den neuen Bundesländern sowie Nordrhein-Westphalen werden nach Leipzig abgeliefert, Werke aus allen anderen Bundesländern gehen nach Frankfurt. Seit 2006 sind Netzpublikationen in den Sammelauftrag der Bibliothek eingeschlossen. Welche Werke zu sammeln sind, bestimmt das Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek (DNBG) vom 22.06.2006. Darin geregelt ist auch die Ablieferungspflicht für Medienwerke. Jede gedruckte oder online veröffentlichte Publikation (sowie weitere im Gesetz definierte Medienwerke wie Musiknoten etc.) ab einer Auflage von 25 Stück sind abzuliefern. Diese Pflicht trifft z.B. auch Selfpublisher.

Wichtig ist, dass die Bibliothek Medienwerke ohne Wertung ihrer inhaltlichen Qualität sammelt. Gesammelt wird alles, was erscheint, z.B. auch Comics. Die Bewertung einzelner Werke ist einem ständigen Wandel unterworfen. Wurden Comics früher oft belächelt und nicht als Literatur eingestuft, gibt es heute wissenschaftliche Kreise, die sich nur damit befassen.

Archiv
Die Bibliothek umfasst in Frankfurt und Leipzig zusammen ca. 38 Mio. Medienwerke. Pro Jahr kommen ca. 2 Mio. gedruckte Medien dazu. Pro Tag verarbeiten die Bibliotheken ca. 7.000 Neueingänge, darunter auch eine große Anzahl digitaler Veröffentlichungen. Wie die Leipziger Bibliothek ist auch das Frankfurter Haus eine reine Präsenzbibliothek ohne Ausleihmöglichkeit. Man muss hierzu das gewünschte Werk aus dem Archiv in den Lesesaal bestellen, um damit zu arbeiten. Frankfurt verzeichnet täglich 744 Bestellungen dieser Art, wird also rege genutzt.

Derzeit erscheinen Medienwerke häufig inhaltsgleich als physisches Buch sowie in digitaler Form. Sofern es keine digitale Veröffentlichung gibt, werden die Printwerke in der Bibliothek nicht digitalisiert. Dies geschieht nur, wenn ein gedrucktes Werk bereits Verfallserscheinungen zeigt, die Digitalisierung also für den Erhalt des Werkes notwendig ist. Digitalisiert wird jedoch das Inhaltsverzeichnis jedes einzelnen Werkes. Durch die digitale Verfügbarkeit soll die Katalogsuche erleichtert werden. Oft stellt sich erst bei Einsicht in das Inhaltsverzeichnisses heraus, ob ein Werk nützlich für die eigene Recherche ist und erspart so unnötige Archivbestellungen des körperlichen Werks.

Das Archiv
Besonders interessant fand ich die Begehung der unterirdischen Archivräume. Dort wird die Sammlung bei 50 % Luftfeuchtigkeit und 18˚ C gelagert. Um diese Bedingungen zu erhalten, gibt es Schleusen an den Eingängen zu den Archivräumen. Eine elektrische Buchtransportanlage transportiert Kunststoffwannen, in die die Bücher gelegt werden, über die verschiedenen Ebenen des Gebäudes.

Das Archiv ist natürlich mit Bücherregalen gefüllt. Diese darf man sich jedoch nicht vorstellen wie in einer Leihbibliothek, wo die Bücher nach Themengruppen geordnet sind. Die Lagerung erfolgt in einer sog. chaotischen Aufstellung. Damit ist keine Unordnung gemeint, sondern die Aufstellung nach Jahrgängen und Einlieferungsnummern. Das erste im Jahr 2019 eingelieferte Buch erhält die Nummer 2019/1 usw. So kann es passieren, dass ein Roman von Konsalik neben einem medizinischen Fachbuch zu stehen kommt. Die einzelnen Bücher sind nur über das Katalogsystem auffindbar.

Aus Platzgründen sind nicht alle Regale jederzeit zugänglich, sondern werden auf einem Schienensystem mittels eines Drehrads bewegt, so dass an der gewünschten Stelle ein Abstand zwischen zwei Regalen geschaffen wird, der den Zutritt ermöglicht. Derzeit werden die Bücher zusätzlich teilweise nach Größen geordnet. Dies dient einerseits dem Platzsparen, andererseits der Konservierung der Bücher und der Minimierung der Brandgefahr. Stehen die Bücher aufgrund ihrer ähnlichen Größe eng aneinander, befindet sich zwischen ihnen weniger Sauerstoff, was im Falle eines Feuers günstig ist. Die Verwendung von Metallregalen mit geschlossenen Seitenteilen verringert neben dem Einstauben natürlich auch die Brandgefahr.

Lesesaal

Ich danke der Nationalbibliothek Frankfurt am Main für die interessante Führung sowie die Erlaubnis zur Veröffentlichung meiner Fotos.

Sonntag, 27. Oktober 2019

Frankfurter Buchmesse 2019, Tag 4 + 5


Samstag und Sonntag (19./20. Oktober) waren die Publikumstage der Messe, wo also jeder, der mag kommen darf.

Die Messe in Zahlen

Messestand des Verlags Kein & Aber
Es war meine dritte Frankfurter Buchmesse – ich habe das Gelände am Samstag noch nie so schwarz vor Menschen gesehen! Samstag ist immer der besucherstärkste Tag, aber diesmal hatte die Messe tatsächlich ein deutliches Besucherplus zu verzeichnen. 9,2 % mehr Menschen kamen am Wochenende, immerhin 1,8 % mehr an den Fachbesuchertagen. Über 302.000 Besucher waren insgesamt auf der Messe. Da soll noch einer sagen, die Leute interessierten sich nicht mehr fürs Lesen! 7.450 Aussteller aus 104 Ländern präsentierten ihr Angebot. Allein in Deutschland erscheinen pro Jahr ca. 70.000 neue Bücher.

Außerhalb des Messegeländes gab es schon die ganze Woche über weitere Veranstaltungen und Lesungen für jedermann, das BOOKFEST. Auch dieses verzeichnete 25.000 BesucherInnen.

So schön das Interesse am Buchmarkt, so anstrengend ist aber auch das Publikumswochenende. Lange Schlangen an Damentoiletten und Essensständen, Stillstand in den Gängen, insbesondere in Hallen 3 und 4. Wer kann, kommt lieber an den Fachbesuchertagen, um entspannt an den Ständen zu stöbern. Zur Entzerrung hatte die Messe draußen neben Halle 1 dieses Jahr ein neues Bühnenareal aufgebaut. Das wurde durch den anhaltenden Regen leider etwas beeinträchtigt.

Erste Literaturgala

Elif Shafak
Die Messe wartete dieses Jahr mit einem neuen Abendformat auf, einer Literaturgala im Congress Center neben dem Messegelände. Die Tickets waren allgemein verkäuflich, mussten aber zusätzlich zum Messeeintritt erworben werden. Ich kam in den Genuss einer kostenlosen Pressekarte. Warum der Saal nicht ausverkauft war, ist mir unbegreiflich.

Die Veranstaltung war sehr hochkarätig besetzt und wirklich ein Genuss! Begeistert moderiert von den Journalisten Bärbel Schäfer und Thomas Böhm traten AutorInnen von Weltklasse auf – dabei kein/e deutsche/r SchriftstellerIn. Vielleicht haben wir keine solchen Stars. Egal.

Den Anfang machte die türkische Autorin Elif Shafak mit ihrem aktuellen Roman „Unerhörte Stimmen“. Shafak berichtete, dass sie sich in ihren Büchern bemühe, die Stimmen der Ungehörten hörbar zu machen, insbesondere die der Frauen. Ausgangspunkt ihres Romans ist die wissenschaftliche Erkenntnis, dass Menschen im Sterbeprozess nach Aussetzen von Atmung und Herzschlag noch etwa 10 Minuten Bewusstsein und Hirntätigkeit haben können. Und so berichtet eine ermordete Sexarbeiterin von ihrer Geschichte, während ihr bewusst ist, dass sie bereits tot ist und ihr Herz nicht mehr schlägt. Skurrile Idee, klingt aber sehr spannend. Aufgrund ihrer gesellschaftskritischen Texte und der Reaktionen darauf in der Türkei lebt Shafak inzwischen in London.

Nach dem Interview folgte jeweils eine Lesung aus dem aktuellen Buch des Gastes auf Deutsch. Sehr gekonnt und engagiert las die Schauspielerin und Hörbuchsprecherin Nina Petri.

Colson Whitehead
Sodann folgte der mehrfach preisgekrönte (u.a. Pulitzerpreis 2017) US-amerikanische Schriftsteller Colson Whitehead mit seinem Roman „Die Nickel Boys“. Sein Roman spielt in den 1960er Jahren und berichtet über das Schicksal eines schwarzen Jugendlichen, der in die „Nickel Academy“, eine Besserungsanstalt eingewiesen wird. Reales Vorbild dieser Einrichtung ist die „Dozier School for Boys“ in Florida, die von 1900 bis 2011 betrieben wurde. Whitehead berichtete von seiner Bestürzung über die Zustände in dieser Einrichtung, die ihn zum Schreiben veranlasst hätten. Die Anstalt war bereits kurz nach ihrer Eröffnung und seitdem immer wieder in die Kritik geraten aufgrund der körperlichen und seelischen Misshandlungen, insbesondere gegen schwarze Jugendliche. Nach Schließung der Einrichtung wurden diverse unmarkierte Gräber auf dem Gelände gefunden, in denen sich erschossene und anderweitig gewaltsam zu Tode gebrachte Insassen befanden.

Die deutsche Lesung wurde von einem besonderen Whitehead-Fan vorgetragen, dem Punkrocker Bela B. von den Ärzten. Rührend war der Moment, als Bela sich auf die Couch direkt neben sein Idol setze, ihm ein paar Fragen stellen und seine Verehrung mitteilen durfte. Ein Rocker mit weichem Herz!

Maja Lunde
Der nächste Gast war die Norwegerin Maja Lunde, bekannt durch „Die Geschichte der Bienen“, die ihren gerade erschienenen Roman „Die letzten ihrer Art“ mitbrachte. Es ist das dritte Buch in ihrem Umweltquartett. Nach den Bienen und dem Wasser widmet sich Lunde im neuen Buch dem Aussterben einer besonderen mongolischen Pferderasse, die mit vereinten Kräften gerade noch verhindert werden kann. Sie wies auf das derzeitige Massenartensterben hin und rief dazu auf, Tiere nicht aufgrund ihres Nutzens für den Menschen zu beurteilen, sondern als Wert um ihrer selbst willen. Sie schreibe Romane über Umweltthemen, da Sachbücher nur den Intellekt, Literatur aber die Seele erreichten. So sei ein Umdenken vielleicht eher möglich. (Den Roman werde ich in Kürze auf diesem Blog rezensieren.)

Ken Follet liest
Schlag auf Schlag folgte das britische Urgestein Ken Follet („Die Säulen der Erde“). Dieser trug selbst einen kurzen aktuellen Text auf Englisch vor. Im Übrigen wies er auf die „Friendship Tour“ hin, die er mit mehreren anderen AutorInnen alsbald beginnen werde. Er wolle vermeiden, dass Leserinnen und Leser aufgrund des Brexits dächten, die Briten schauten auf sie herab, weil sie dem europäischen Club nicht mehr angehören wollten. Auf der Tour solle nicht über Politik, sondern nur über Literatur gesprochen werden. Die Botschaft sei schlicht: „We still love you!“ Follets Fans feierten ihn mit regem Applaus.

Margaret Atwood
Last but not least betrat die unvergleichliche Margaret Atwood die Bühne. Ihr Roman „Die Zeuginnen“, Fortsetzung von „Der Report der Magd“ hat gerade den Booker Prize 2019 gewonnen. Erst im letzten Jahr war sie mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Die Kanadierin, die in wenigen Wochen ihren 80. Geburtstag feiern wird, war der absolute Star des Abends. Schlagfertig und witzig sprach sie im Interview über das neue Buch und die Lage der Welt. Sie habe sich nach so vielen Jahren zum Schreiben einer Fortsetzung des „Reports der Magd“ entschlossen, weil die veränderten gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse es erfordert hätten. Wer wisse schon, wie lange Menschen noch in der Lage seien zu lesen, Bücher besäßen oder die Welt überhaupt noch existiere. Da ihr Vater Biologe gewesen sei, habe sie sich schon seit den 1950er Jahren mit Umweltproblemen wie dem Klimawandel beschäftigt. Nur habe niemand etwas davon wissen wollen. Sie warnte vor Leugnern des Klimawandels – deutlicher Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump, ohne dessen Namen zu nennen. Man dürfe diese nicht wählen. Auch müssten die Rechte der Frauen verteidigt werden. Dieser tollen Frau könnte ich stundenlang zuhören. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht in ihrer herzlichen und klugen Art jedes Thema direkt und treffend an. Man muss sie einfach lieben.

Fazit: Ich musste alle anwesenden AutorInnen und alle ihre Bücher (nicht nur die aktuellen) auf meine Leseliste setzen. Ich bräuchte dann mal die nächsten paar Monate frei.

Zum Schluss

Natürlich hätte es noch sehr viel mehr zu berichten gegeben von Bloggertreffen, Verlagsvorschauen und wundervollen Kinderbüchern etc. Aber das würde den Rahmen sprengen. Am Messesamstag habe ich außerdem die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt besichtigt. Dieser werde ich in Kürze einen eigenen Artikel widmen.

Nach der Messe ist vor der Messe. Die nächste Frankfurter Buchmesse findet vom 14. bis 18. Oktober 2020 statt. Ehrengastland wird dann Kanada sein.

Samstag, 26. Oktober 2019

Frankfurter Buchmesse 2019, Tag 3


Am Freitag, den 18. Oktober fand der dritte und letzte Fachbesuchertag der Messe statt. Immer noch angenehm leere Hallen.

Buchblog Award 2019

Moderatorinnen und Jury des #bubla19
Zum dritten Mal wurde in diesem Jahr der Buchblog Award verliehen, auch kurz #bubla19 genannt. Der Preis wird vergeben von NetGalley Deutschland (einer Internetplattform für digitale Leseexemplare) und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Dieses Mal gab es neue Preiskategorien. Neben dem besten deutschsprachigen Buchblog und dem besten Newcomer Buchblog wurden erstmals der beste Verlagsblog und der beste Buchhandlungsblog prämiert. Unter Blog wurden alle Formate zusammengefasst, also nicht nur die klassische Website, sondern ebenso alle Social Media Kanäle wie Instagram, Facebook oder YouTube. Der Trend geht ohnehin dahin, dass Blogger mehrere Kanäle gleichzeitig bespielen.

Die Nominierung erfolgte durch Online-Voting der Blogger und LeserInnen. Den Sieger aus den jeweils 10 (Buchblogs) bzw. 5 (Verlags- und Buchhandlungsblogs) Finalisten kürte eine Jury, zusammengesetzt aus Bloggern, BuchhändlerInnen und VerlagsvertreterInnen.

Zunächst gab es eine Podiumsdiskussion mit der Jury über die Kriterien der Preisvergabe und die Entscheidung, alle Social Media Kanäle gemeinsam zu betrachten, sowie über die Zukunft des Buchbloggens. Es ist der Trend zu beobachten, dass jede Bloggerin sich den Kanal aussucht, der ihr am meisten liegt. Der Vorteil von Instagram wird darin gesehen, dass es dort bereits eine vorhandene Buchcommunity gibt („Bookstagram“), in die man sich leicht einklinken kann. Dort ist die Rückmeldungsintensität hoch, während das Bloggen auf einer eigenen Website manchmal einsam und ohne direkte Rückmeldung sein kann. Der Vorteil der klassischen Blogs ist hingegen, dass dort eine ruhigere, längere Auseinandersetzung mit Büchern möglich ist, da die Texte länger sein können und es nicht so sehr auf Schnelligkeit ankommt wie auf Instagram.

Die Gewinner 2019 sind:

1.       Bester Buchblog: Nachtundtag.blog, Nicole Seifert, Hamburg
2.       Bester Newcomer: dielesendekaethe.de, Katharina Severa, Leipzig
3.       Bester Buchhandlungsblog: @bookupwithjakob, Buchhandlung Jakob, Nürnberg
4.       Bester Verlagsblog: redbug-culture.com/blog, Red Bug Books, Potsdam

Herzlichen Glückwunsch!
 
Illustrationsautomat, Der Illumat

Ein Highlight auf jeder Messe ist für mich der Illumat. Er ist in einer geschlossenen Box auf dem Messestadt des Landes Thüringen angesiedelt. Der Automat gibt kleine Zettel aus, auf die man einen Bildwunsch schreiben kann. Den steckt man durch einen Schlitz zurück in den Automaten und zusätzlich ein paar Münzen als Bezahlung. Nach einiger Zeit wirft der Automat dann mit einem Klingeln den Wunschzettel wieder aus, zusammen mit einer oft überraschenden Originalillustration.

Natürlich handelt es sich nicht wirklich um einen Automaten. In der Box, für die Besucher unsichtbar, sitzen menschliche Illustratoren mit ihren Malutensilien um einen Tisch und lassen ihrer Kreativität freien Lauf. Keine noch so verrückte Aufgabe ist ihnen zu schwer. Ich habe mir dieses Jahr eine Stadt aus Büchern gewünscht. Weitere schöne Bilder des Illumats findet Ihr auf meinem Instagram-Kanal.

Den Illumat mitsamt Bewohnern kann man übrigens für Partys mieten.

Frankfurt Altstadt

Paulskirche
Da ich an den ersten beiden Messetagen schon die meisten Messestände bewundern konnte (man kommt wochentags einfach so herrlich gut durch), hatte ich Zeit für einen kleinen Abstecher in die Altstadt von Frankfurt. Die alt-ehrwürdige Paulskirche, Wiege der deutschen Demokratie (Paulskirchenverfassung von 1848, die leider nie in Kraft trat, aber ihrer Zeit weit voraus war), war leider geschlossen, da dort Veranstaltungen zur Buchmesse stattfanden. Vor allem wurde dort am letzten Messetag der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen, dieses Jahr an den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado.

Wunderschön waren der restaurierte Römer und die umliegenden Häuser. Leider war der Tag etwas verregnet.

Römer

Freitag, 25. Oktober 2019

Frankfurter Buchmesse 2019, Tag 2


Am Donnerstag, den 17. Oktober war der zweite Fachbesuchertag der Messe. Unter anderem fand eine Preisverleihung statt.

Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen

Jedes Jahr stimmen die unabhängigen Buchhandlungen darüber ab, welches ihr Lieblingsbuch des Jahres ist. Unabhängig sind Buchhandlungen, die nicht zu einer der großen Ketten gehören (z.B. Thalia, Hugendubel, Osiander, Heymann etc.). Es handelt sich nicht um eine Juryentscheidung wie etwa beim Deutschen Buchpreis, sondern es sind Buchhändlerinnen und Buchhändler, die über den Preis abstimmen. Vor der Buchmesse wird eine Shortlist aus fünf Titeln veröffentlicht. Gewonnen hat dieses Jahr der Titel „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens (hanserblau Verlag).

Die Preisverleihung wird ausgerichtet vom Team der „Woche der unabhängigen Buchhandlungen“, die jedes Jahr Anfang November deutschlandweit stattfindet. Abstimmungsberechtigt sind die Buchhandlungen, die auch an dieser „Woche der unabhängigen Buchhandlungen“ teilnehmen. Die Veranstaltung sowie die Preisverleihung dienen dazu, den unabhängigen Buchhandlungen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Es sind gerade kleine Buchhandlungen, die die „Nahversorgung“ mit Büchern an vielen Ort außerhalb der Ballungszentren sicherstellen. Sie entscheiden unabhängig über das in ihrem Laden angebotene Sortiment, sichern also Vielfalt im Buchhandel. Dabei haben sie es in der Regel schwerer, das Geschäft wirtschaftlich zu betreiben, da die Verlage den großen Ketten höhere Rabatte beim Bucheinkauf einräumen (wegen der größeren Ankaufsmenge) und das finanzielle Risiko oft auf einem Inhaber allein lastet. Selten liegen diese Geschäfte in Spitzenlagen, da die Miete zu teuer wäre. Oft gehören diese Indie-Buchläden echten IdealistInnen, so dass ich sie gern unterstütze.

Die Woche der unabhängigen Buchhandlungen wird vom 2. bis 9. November 2019 stattfinden.

Gastland Norwegen

Am zweiten Tag hatte ich Gelegenheit, mir den Pavillon des diesjährigen Ehrengastes Norwegen anzusehen. Jedes Jahr darf ein anderes Land seine Literatur auf der Buchmesse vorstellen und dazu den großen Raum im 1. Stock der Halle 1 frei gestalten. Die Norweger zeigten einen klaren skandinavischen Stil – was auch sonst. Die beiden Schmalwände waren so geschickt mit Spiegeln verkleidet, dass der Raum unendlich groß wirkte und man aufpassen musste, nicht gegen die Spiegel zu prallen. Im Raum verteilt gab es künstlerisch gestaltete Tische, jeder hatte eine andere Form und verschieden geformte Aufbauten, auf denen thematisch geordnet Bücher ausgestellt waren, die jeder anfassen und die man hineinlesen durfte. Im Vorfeld der Messe werden in der Regel besonders viele Bücher aus dem Gastland ins Deutsche übersetzt.

Originell war ein Tisch mit lauter silbernen Döschen darauf. Was wie Gewürzbehälter aussah, war eine Sammlung von sehr ausgefallenen und eigenwilligen Düften / Gerüchen. Man sollte erraten, wonach sie riechen und konnte dies anhand von nummerierten Kärtchen sodann überprüfen. Aber ach, Vorsicht war geboten!! Die erste Dose, die ich erwischte, roch nach „toter Oma“ – kein Scherz! Nach diesem derart ekelhaften Dufterlebnis, ließ ich lieber die Finger vom Rest.

Viele norwegische Autoren, die alle hervorragend Englisch sprachen, waren auf der Messe zu Gast. Es gab auf zwei integrierten Bühnen Lesungen, Interviews und Diskussionen. Aufmerksamkeit erregten neben den bekannten norwegischen Krimis vor allem die Kinderbücher aus dem Gastland. Diese sind dafür bekannt, sich auch mit Tabuthemen zu beschäftigen, etwa Tod, Sex, Probleme muslimischer Jugendlicher in Norwegen etc.

Stargäste waren u.a. Karl Ove Knausgård und Maja Lunde („Die Geschichte der Bienen“). Letztere präsentierte ihren gerade erschienenen dritten Roman des Umweltquartetts, „Die letzten ihrer Art“. (Steht schon in meinem Regal und wird bald gelesen werden.) Wusstet Ihr, dass Maja Lunde auch Kinderbücher geschrieben hat?  „Die Schneeschwester“ (eine Weihnachtsgeschichte in 24 Kapiteln) ist ein reich bebildertes Buch, das ich leider noch nicht gelesen habe, das aber beim Durchblättern einen sehr guten Eindruck machte.

Diogenes Talk

Thomas Meyer und Simone Lappert
Ein Highlight war eine Veranstaltung des Diogenes Verlags, Zürich. Die Programmleiterin Ursula Bergenthal stellte vier AutorInnen und ihre neuen Bücher vor.

Thomas Meyer berichtete von seinem Buch „Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin“, dem zweiten Band über den jüdischen Protagonisten Motti Wolkenbruch. Der Autor stellte sich die Frage, was wäre, wenn es die „jüdische Weltverschwörung“ tatsächlich gäbe. Motti muss mal eben die Welt retten, ist ja klar. Die Geschichte klingt so abstrus, dass es sehr komisch zu werden verspricht. Warum er diesen zweiten Band geschrieben hat, obwohl er beim Schreiben des ersten Buches doch gar keine Fortsetzung im Sinn gehabt hatte, erklärt Thomas Meyer so:
„Mit dem Schreiben ist es wie mit dem Verlieben, man weiß nicht, warum. Warum dieser „Wolkenbruch“ geschrieben werden wollte oder musste, das weiß nur er.“

Simone Lappert gab eine beeindruckende Vorstellung ihres Romans „Der Sprung“, indem sie den Prolog des Buches (mehrere Seiten) auswendig und emotionsstark deklamierte! Bereits auf der ersten Seite dieses Romans erfährt der Leser, dass eine junge Frau gerade vom Dach eines Hauses springt. Was davor und während ihres längeren Aufenthalts auf dem Dach geschieht, welche Menschen das Ereignis tangiert und welche unterschiedlichen Empfindungen diese haben, wird im Buch geschildert. Der Roman ist für den Schweizer Buchpreis nominiert.

Doris Dörrie stellte ihr Buch „Leben, Schreiben, Atmen“ vor und berichtete stolz von ihrem Schreibworkshop im Frankfurter Schauspielhaus am Abend zuvor. 500 schreibende Menschen, auf der Bühne und im Publikum, hätten sie sehr berührt.

Zu guter Letzt beeindruckte der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow bei der Lesung aus seinem Roman „Graue Bienen“ mit seinen hervorragenden Deutschkenntnissen. Der Roman beschäftigt sich anhand der Figur eines Bienenzüchters mit der Situation von Zivilisten im ukrainischen Kriegsgebiet Donbass. Spannendes Thema.

Abgerundet wurde der Abend durch einen Champagnerempfang am Diogenes-Stand.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Frankfurter Buchmesse 2019, Tag 1


Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal an allen Tagen der Frankfurter Buchmesse, die am Mittwoch, den 16. Oktober 2019 begann, teilgenommen. Als Bloggerin hatte ich Zugang zu den Fachbesuchertagen, die für mich der spannendste Teil der Messe waren. (Und nicht so überfüllt wie am Wochenende.) Die Tage waren so vollgepackt, dass ich (anders als in Leipzig) nicht jeden Abend bloggen konnte, sondern nur rasch Bilder auf Instagram hochgeladen habe. Dennoch möchte ich einen ausführlichen Bericht der einzelnen Messetage geben, die alle sehr interessant waren. Insgesamt war die Messe wieder ein wunderbares Erlebnis.

Buchpreisgewinner Saša Stanišič

Wie jedes Jahr wurde kurz vor der Buchmesse der Deutsche Buchpreis verliehen. Gewonnen hat Saša Stanišič mit seinem Roman „Herkunft“. So kam es, dass der sympathische Preisträger natürlich zu den begehrtesten Talkgästen gehörte.

Seinen Roman verfasste er auf Deutsch, obwohl dies nicht seine Muttersprache ist. Er war als Jugendlicher mit seiner Mutter während des Jugoslawienkrieges nach Deutschland geflüchtet. Stanišič berichtete im Interview auf dem Blauen Sofa des ZDF, das das Schreiben für ihn als eine Aneignung des Lebens funktioniere. Es habe ihm nach seiner Ankunft in Deutschland viel daran gelegen, schnell Deutsch zu lernen (was er nun akzentfrei spricht). Die neue Sprache sei sein Rückzugsort gewesen. Er habe mit seiner Familie in einer beengten Unterkunft gelebt, so dass ein Rückzug von der Familie räumlich nicht möglich gewesen sei. Da er aber schneller Deutsch gelernt habe als andere Familienmitglieder, sei ein Rückzug in die deutsche Sprache möglich geworden. Er habe zuhause keinen Raum zum Lernen und Lesen gehabt, dann aber einen Jägersitz im Wald gefunden, wohin er sich zum Lesen deutscher Literatur zurückgezogen habe. Eindrucksvoll berichtete Stanišič, dass sein erstes deutsches Buch, das er dort gelesen habe, „Kleiner Mann, was nun?“ von Hans Fallada gewesen sei. Daher freue er sich besonders, in diesem Jahr auch den Hans Fallada-Preis gewonnen zu haben. (Der Preis wird im März 2020 verliehen.)

Natürlich spielte auch Saša Stanišičs Preisrede bei der Verleihung des Buchpreises eine Rolle, in der er sich kritisch über die Verleihung des Literaturnobelpreises an Peter Handke geäußert hatte. Er berichtete, dass er keine Wut auf Peter Handke verspüre, der Greueltaten des Jugoslawienkrieges geleugnet hatte, sondern eher Erschütterung darüber empfinde, dass das Nobelpreiskommitee Handkes Texte über Serbien und Bosnien im Rahmen seines Gesamtwerks anders gewichtet habe, als er es für richtig empfunden hätte. Die Gewichtung zwischen „Literatur und Ignoranz“ sei für ihn eine andere. Daher wolle er gern eine Debatte darüber anstoßen, wie man sich die Wirklichkeit durch Literatur aneigne und welche Grenzen es dabei gebe.

Leider habe ich den Roman „Herkunft“ noch nicht gelesen. Es steht aber ganz oben auf meiner Wunschliste.

BuchhändlerIn versus Story Seller
Werbekampagne des Börsenvereins

Die Zukunft des stationären Buchhandels in Zeiten der Digitalisierung wurde – wie schon im Vorjahr – heiß diskutiert, u.a. in einer Podiumsdiskussion, die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels organisiert war. Die TeilnehmerInnen kamen aus der Verlagsbranche, dem Buchhandel und vom Börsenverein.

Der Begriff des Buchhändlers wurde teilweise als verstaubt wahrgenommen, da es mehr und mehr nicht nur um das gedruckte Buch, sondern um den Verkauf von Inhalten in unterschiedlicher Form gehe. Daher sei der Begriff des „Story Sellers“ vielleicht in Zukunft angemessener. Der Verlagsvertreter stellte klar, dass es aus seiner Sicht auch in Zukunft keine Verlage ohne stationären Buchhandel geben könne.

Einig waren sich die Diskutanten darüber, dass die Buchhandlung ein Erlebnisort sein müsse. Für KundInnen stehe nicht mehr das Produkt Buch im Mittelpunkt, das man jederzeit und überall erwerben könne, sondern das Erlebnis des Buchhandlungsbesuchs, bei dem es um das Zusammenkommen mit anderen Menschen, die persönliche Beratung durch BuchhändlerInnen und das Sich-selbst-beschenken gehe. Der Besuch der Buchhandlung solle mit einem Glücksgefühl einhergehen. In diesem Zusammenhang sei es zu sehen, dass insbesondere die großen Filialisten derzeit neue Ladenkonzepte erprobten und z.B. Veranstaltungen wie eine Silent Disco anböten. Auch für kleinere Buchläden haben Veranstaltungen wie Lesungen einen größer werdenden Stellenwert. Das neue Luxusgut sei Zeit, die man nur mit einer einzigen Sache verbringen dürfe. Digitalisierung könne das persönliche Gespräch über Literatur nie ersetzen. Als Gegenkultur zum Handy stehe Entschleunigung durch Lesen hoch im Kurs.

In der Diskussion wurde klar, dass es kein Patentrezept gibt, das für alle Buchhandlungen den Weg in die Zukunft ebnen kann. Wichtig sei, dass jede Buchhandlung ein individuelles Konzept habe, das an den Standort und die eigene Kundschaft angepasst sei. Wichtig sei also, dass Entscheidungskompetenzen über Einkauf und Veranstaltungen dezentral vor Ort angesiedelt seien und vermehrt junge Menschen als BuchhändlerInnen gewonnen würden. Die Bedeutung der Leseförderung an Schulen durch den Buchhandel wurde als bedeutsam herausgestellt, um eine nachwachsende Leserschaft zu garantieren.

Als Projekt für die Zukunft waren sich Verlagsvertreter und Buchhändler darüber einig, dass mehr gegenseitige Verstärkung stattfinden müsse. Die Verlage könnten dem Buchhandel besser aufbereiteten Content zu ihren Büchern zur Verfügung stellen, damit dieser vom Handel stärker auf den Social Media Kanälen verbreitet werden könnte. Die zeitaufwändige Erstellung eigenen Contents lohne sich gerade für kleinere Buchläden oft nicht. Auch sollten sich Verlage und Handel stärker gegenseitig reposten und taggen, um die Sichtbarkeit in Social Media zu verstärken. Social Media erreiche bei Weitem nicht nur junge Menschen, sondern vermehrt auch die Altersgruppe von 45 bis 65 Jahren.

Doris Dörrie, Leben, Schreiben, Atmen

Doris Dörries Buch habe ich auf dem Blog bereits besprochen (vgl. meine Rezension). Es war interessant, die Autorin im Interview noch einmal über das Buch sprechen zu hören. Doris Dörrie rühmt sich, sie könne jedem binnen 10 Minuten beibringen zu Schreiben. (Dies stellt sie in ihren Workshops regelmäßig unter Beweis.) Sie sehe, wie glücklich die Erkenntnis Menschen mache: Ich kann schreiben!

Es gehe ihr in erster Linie darum Menschen zu zeigen, wie reich das eigene Leben sei, wenn man richtig hinschaue. Jeder habe etwas zu erzählen. Dies wirke wunderbar dem verbreiteten Gefühl des eigenen Nichtgenügens entgegen, dem Gefühl, das eigene Leben sei so klein.

Ob ihre Technik des Schreibens denn immer funktioniere? Dazu sagt Doris Dörrie: „Schreibblockaden leisten sich nur Autoren, die zu viel Zeit haben.“ Sie berichtete von ihrem Alltag als arbeitende Mutter, in dem sie jedes 10 Minuten-Zeitfenster zum Schreiben genutzt habe, eben die Zeit, die der Reis zum Kochen brauchte. „Bei Pasta sind es sogar nur 8 Minuten.“ Es gehe darum, jede Möglichkeit zum Schreiben zu nutzen und dass 10 Minuten genug sein könnten.

Ob Wahrheit eine Rolle bei diesem Schreiben spiele? Doris Dörrie erklärte, dass man sich schreibend auf die Schliche kommen könne, wo man die eigene Geschichte in der Erinnerung verändert habe. So erinnere man sich manchmal an Ereignisse, obwohl man nachweislich gar nicht dabei war. Das sei doch interessant.

Alles überstanden?, Christian Drosten, Georg Mascolo

Die Corona-Pandemie hat uns alle geprägt, bewegt, zur Verzweiflung gebracht. Mich hat der Podcast von Christian Drosten durch die Pandemie...